| Offener Brief an den dänischen Staatsminister, Anders Fogh Rasmussen
Anders Bruun Laursen |
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Anders Bruun Laursen |
27. Juni 2006
An den Staatsminister
Bitte, erlauben Sie mir die folgenden drei Fragen:
1. Frage: Warum haben Sie, unsere Politiker und Medien uns vom Euromediterranien Projekt, das seit nunmehr mehr als 10 Jahren besteht, überhaupt nichts erzählt, obwohl Sie an der Feier des 10-jährigen Bestehens dieser Tabu-Liga am 28.11.2005 teilgenommen haben?
Und obwohl die EU die freie Beweglichkeit der Volksmassen 9 muslimisher Länder laut EU-Referat vom 28.11.2003 gewährleistet hat?
2. Frage: Warum ist unsere 1000-jährige Identität, Religion und Kultur zu entfernen und durch den Islam zu ersetzen?
Dabei denke ich u.a. an die Tätigkeiten des „Dansk Center for Kultur og Udvikling' des dänischen Außenministerums, das eine Zusammenarbeitserklärung mit der ISESCO, dessen Charter den Islam in der ganzen Welt verbreiten will, vereinbart hat.
3. Frage: Glauben Sie nicht, daß es für Sie und Ihre Regierung der Glaubwürdigkeit halber die höchste Zeit ist, uns gründlich über das Euromediterranien Projekt und dessen Propagandaapparate aufklären?
So daß wir unser Recht bekommen können: eine freie Debatte über unsere künftige Identität.
E-Mail Antwort des dänischen Staatsministers vom 29. August 2006

Anders Fogh Rasmussen |
''Wollen wir damit anfangen das Mißverständnis zu berichtigen , daß die Arbeit mit der Schaffung einer Freihandelszone mit den südlichen Nachbarn der EU auch EU-Mitgliedschaft bedeutet (welches Wort in meiner Frage gar nicht angedeutet wurde [Bemerkung Anders Bruun]).
Das ist nicht der Fall. Die EU verhandelt Freihandels- und Zusammenarbeitsabkommen mit Ländern in der ganzen Welt – in Afrika, im Nahost, Lateinamerika und an vielen andern Orten. Dies beinhaltet nicht die Aussicht auf EU-Mitgliedschaft – ist aber sehr vorteilhaft für die EU und die Länder, womit die EU die Abkommen schließt.
Klar, die EU hat ein besonderes Interesse daran Stabilität, Demokratie und wirtschaftliche Entwicklung in unserer Nachbarschafts-Gebieten wie Nordafrika und dem Nahen Osten zu sichern.
Auf der Euromediterranienkonferenz der Außenminister in Neapel am 2.-3. Dezember 2003 wurden die Hauptziele der Euromediterranien-Zusammenarbeit von der ursprünglichen Barcelona-Erklärung von 1995 wiederholt.
Eines dieser Ziele ist es, eine Freihandelszone in der Mittelmeerregion für die Teilnehmer der Euromediterranien-zusammenarbeit im Jahre 2010 zu errichten.
Dieses Ziel beinhaltet, daß die südlichen Mitglieder der Zusammenarbeit die freie Integration im erweiterten europäischen Binnenmarkt sowie die Möglichkeit letztendlich die 4 grundlegenden Freiheiten der EU zu erlangen:
Freie Beweglichkeit für Güter, Dienstleistungen, Kapital und Menschen als Gegenleistung für konkrete politische und wirtschaftliche Reformen. Also ist es klar, daß die gegenseitige Öffnung der Märkte zwischen der EU und den südlichen Partnerländern als Ansporn benutzt wird für die Sicherung der Dynamik des Antriebs der Bemühungen um Demokratie und Marktwirtschaft zu entwickeln.
Das politische Ziel einer Freihandelszone 2010 beinhaltet nicht , daß die südlichen Partner automatisch Eintritt in den inneren Markt und die freie Beweglichkeit für Güter, Dienstleistungen, Kapital und Menschen erlangen werden.
Die Tiefe und das Tempo des Eintritts in den Binnenmarktwird abhängig von der tatsächlichen Durchführung der wirtschaftlichen und politischen Reformen der einzelnen südlichem Mittelmeerstaaten werden. Dieses wird durch individuelle Vereinbarungen mit individuellen Ländern ausgehandelt. Diese Abkommen werden dann von dem Ministerrat der EU zu billigen sein.
Ihr Anders Fogh Rasmussen
So, der dänische Staatsminister bestätigte die Katastrophe und den Verrat, die Europa ab 2010 erwarten.
Übrigens, alle meine Aussagen sind kontrollierbar – die meisten auf den EU-Homepages!
Da meine Fragen unbeantwortet geblieben waren, habe ich nochmal um relevante Antworten gebeten. In einer e-Mail vom 12.Sept. 2006 antwortete der Sekretär des Staatsministers:

Lene Espersen
Justits Minister Dänemark |
'Was Ihre fragen vom 12. Sept. 2006 über die Mediterranien-Zusammenarbeit betrifft, hat der Staatsminister seiner Antwort vom 29.09.2006 nichts weiter hinzuzufügen. Der Staatsminister ist über Ihre Ansichten informiert worden'.
Ich habe der dänischen Justizministerin ähnliche Fragen gestellt – und Auskunft über die Selbstzensur bezüglich der Redefreiheit, die von der EU am 22.05.2006 in Wien unseren Medien auferlegt wurde, beigefügt.
Außerdem fügte ich eine Frage hinzu, was sie beabsichtige zu tun um unser Grundgesetz wiederherzustellen, das dabei außer Kraft geriet.
Am 21. März 2007 hat mir der Sekretär der Justizministerin geantwortet:
'Ihre Betrachtungen hinsichtlich §77 des Grundgesetzes geben keinen Anlaß für Bemerkungen!'
Wir sind also in Unwissenheit über unseren freien Fall in die Euromediterranien- und danach die Schariadiktatur zu halten. Wollen wir uns wirklich damit abfinden?
Anders Bruun Laursen

Swedish police & Swedish Minister Mona Sahlin anno 2006 |
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